1. Rechtzeitig Windstärke und Wellenbewegung prüfen auf Windfinder (Privlaka)
    https://www.windfinder.com/forecast/privlaka
    Dort ist die Windstärke in Knoten angegeben und die Windrichtung, z.B. Nord West (11) beim Maestral (Mistral) und die Wellenhöhe.
  2. Sich mit den möglichen Winden vertraut machen:
    https://www.yachtholiday.com/blog/5-most-common-summer-winds-in-croatia
    Der Maestral (mistral) NW ist ein thermischer Wind aus Norwesten (11), der um die Mittagszeit aufkommt.
  3. Für einen Wiedereinstieg oder um sich mit dem Segelboot vertraut zu machen erst mal bei geringer Windstärke fahren (max. 6 bis 8 Knoten),
    Wellenhöhen von 0,1 m bis 0,2 m sind OK.
  4. Zum Segeln immer eine Rettungsweste (Schwimmweste) tragen.
  5. Segel setzen und Segel bergen an der Boje oder an Land kann auch eine gute Übung sein, um ein Gefühl für den Umgang mit den Segeln zu bekommen. Beim Segel setzen an Land zuerst das Boot ausrichten, so dass der Bug in den Wind zeigt.
  6. Bereits an Land prüfen, wie das Absenken und hochziehen des Schwerts funktioniert (wichtig im seichten Gewässer).
  7. Bereits an Land prüfen, wie die Ruderanlage bedient wird: In seichtem Gewässer kann das Ruder anfangs nicht komplett abgesenkt werden.
  8. Die Boje links außen ist perfekt, um das Boot ins Wasser zu lassen, da es dort einfacher ist mit dem Trailer ins Wasser zu kommen.
    Sie ist aber zum Ablegen zum Teil etwas zu „seicht“, warum es sinnvoll ist anfangs sowohl Schwert als auch Ruder nicht komplett abzusenken.
    Und es ist einfacher dort alleine die Segel zu setzen und zu starten.
  9. Bei der ersten Fahrt mit dem Boot ist es geschickt einen Vorschoter dabeizuhaben, um sich mit dem Boot vertraut zu machen.
    Das hat den Vorteil, dass man sich als Steuermann nur auf das Hauptsegel, das Ruder usw… konzentrieren muss.
  10. Evtl. die erste Fahrt ohne Vorsegel machen, falls das funktioniert.
    Soweit ich das beurteilen kann ist „Flipper“ drehfreudig genug, um ohne Vorsegel zu fahren.
    Getestet habe ich es allerdings noch nie.
  11. Je nach Wind- und Wetterlage kann es an manchen Stellen einen Windschatten durch die Gebäude am Meer geben. Wenn man den Windschatten verlässt, wird der Wind kräftiger und kann leicht die Richtung drehen.

Generelle Tipps:

  1. Sich vorher mit den wichtigsten Manövern noch einmal theoretisch vertraut machen:
    Ablegen von der Boje, Aufschießen an der Boje, Wende.
  2. Wie bremsen, zum Beispiel in Gefahrensituationen oder wenn der Wind stärker wird?
    Durch Fieren der Schoten oder durch einen Aufschießer, siehe unten.

Beim Segeln gibt es keine mechanische Bremse wie bei einem Auto; stattdessen wird das Boot verlangsamt, indem der Wind aus den Segeln genommen wird. Dies geschieht durch das Fieren der Schoten (Leinen, die die Segel steuern), wodurch die Segel „killen“ (flattern) und der Wind daran vorbeiströmt. Ein Aufschießer – eine Methode, bei der das Boot direkt in den Wind gesteuert wird – ist eine weitere Technik, um das Segelboot zum Anhalten zu bringen. 

Wie das Bremsen funktioniert

  1. Fieren der Schoten: Dies ist die primäre Methode zum Abbremsen.
    • Großschot: Ist das „Gaspedal“ und die Bremse des Bootes. Wird sie losgelassen, klappt das Segel auf und der Wind bläst vorbei, wodurch das Boot langsamer wird. 
    • Vorschoten (bei der Fock): Auch das Vorsegel wird mit der Vorschot gesteuert. Das Fieren dieser Leine verlangsamt das Boot zusätzlich. 
  2. Aufschießer machen:
    • Man steuert das Boot (oft vom Halbwindkurs aus) direkt in den Wind, sodass der Wind von vorne kommt. 
    • Durch das Fieren der Segel und das Abfangen des Windes werden diese zum Flattern gebracht und der Vortrieb wird beendet, was zur Folge hat, dass das Boot verlangsamt und zum Stillstand kommt. 

Wann man diese Techniken anwendet

  • Diese Bremsmethoden sind nützlich, wenn ein Segelboot abgebremst werden muss, beispielsweise um an einem Steg oder einer Boje anzulegen. 
  • Auch wenn ein Schiff eine Vollbremsung machen muss, um einen Unfall zu vermeiden, wird man die Segel fieren und möglicherweise einen Aufschießer einleiten.